
Es war spät an einem regnerischen Dienstagabend im November, als ich in meinem Leipziger Homeoffice saß und fassungslos auf meinen Bildschirm starrte. Eigentlich wollte ich nur ein neues PDF-Freebie für meinen kommenden Workshop online bringen, aber der Footer meines WordPress-Themes hatte sich mal wieder selbstständig gemacht und überdeckte den halben Anmelde-Button.
Bevor wir tiefer einsteigen: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links kaufst, erhalte ich eine Provision – für dich entstehen dabei absolut keine Mehrkosten. Ich empfehle hier nur Software, die ich selbst durch die Hölle meiner eigenen Technik-Inkompetenz geschickt habe. Volle Transparenz.
Ich mache das jetzt seit 2020. Damals habe ich meine erste Landingpage mit einem kostenlosen Theme gebaut und mich ernsthaft gewundert, warum niemand geklickt hat. Seitdem habe ich vier verschiedene Page Builder und zwei Kongress-Plattformen durchprobiert. Bei jedem Wechsel habe ich mindestens eine Nacht mit Datenmigration verloren. Mein Hund hat mittlerweile gelernt, dass er bei bestimmten Schimpfwörtern, die nur fallen, wenn Datenbanken nicht matchen, besser das Zimmer verlässt.
Das Dilemma: Sledgehammer gegen Nussknacker
Wenn man ein Freebie erstellt, will man keine Wissenschaft daraus machen. Man braucht eine Headline, drei Bulletpoints, ein schickes Bild und ein Formular, das rechtssicher nach dem Double-Opt-In (DOI) Verfahren funktioniert. Aber oft fühlt es sich an, als müsste man ein ganzes Haus renovieren, nur um ein Bild aufzuhängen.
Ich nutze seit über fünf Jahren ClickSummits für meine großen Online-Events. Es ist ein Biest, im positiven Sinne – stabil, bewährt und mit einem EPC (Earnings per Click) von 62 $ für Affiliates extrem lukrativ. Aber für ein einfaches PDF-Freebie? Das ist, als würde man mit einem 40-Tonner zum Brötchenholen fahren. Es ist überdimensioniert.
Auf der Suche nach etwas Schlankerem bin ich Mitte Februar bei mylandingpage.ai gelandet. Das Tool ist erst seit etwa 1,8 Jahren am Markt, was mich anfangs skeptisch gemacht hat. Ich habe keine Lust, meine Daten in ein Tool zu stecken, das in drei Monaten wieder weg ist. Aber die Aussicht auf einen KI-gestützten Builder, der mir die Struktur abnimmt, war zu verlockend.
Mylandingpage im Härtetest: Die 30-Minuten-Challenge
Nach etwa zwei Wochen intensiven Testens im März war klar: Der Unterschied liegt in der Geschwindigkeit. Während ich bei WordPress noch über Padding und Margin diskutiere, hat die KI von mylandingpage schon einen Entwurf geliefert, der mobil – und das ist mein wunder Punkt – sofort funktioniert. Nichts nervt mich mehr als eine mobile Vorschau, bei der die Schriftgröße plötzlich 48px beträgt und den ganzen Screen sprengt.
Was ich an mylandingpage schätze:
- Kein Code-Gefummel: Ich bin Kurserstellerin, keine Webdesignerin. Wenn ich CSS sehe, bekomme ich Ausschlag.
- Drag-and-Drop, das den Namen verdient: Es ruckelt nichts, es verschiebt sich nichts ungewollt in die Unendlichkeit.
- Affiliate-Programm: Als Freelancerin schaue ich auf die Zahlen. 25 % Lifetime-Provision (recurring!) ist ein Wort.
Ein kleiner Dämpfer: Da das Tool noch relativ neu ist, gibt es weniger unabhängige Erfahrungsberichte als bei den Platzhirschen. Man muss ein bisschen Pioniergeist mitbringen. Wer aber eine Landingpage Software für Online-Events sucht, die nicht erst ein Informatikstudium voraussetzt, sollte einen Blick riskieren.
Preise und deutsche Bürokratie
Wir sitzen hier in der DACH-Region, also müssen wir über das Impressum und die Datenschutzerklärung reden. Nichts ist teurer als eine Abmahnung, weil man diese Links im Eifer des Gefechts vergessen hat. Beide Tools machen es einem hier zum Glück einfach, die rechtlichen Pflichtangaben einzubinden.
Bei den Kosten muss man genau hinschauen. Denkt immer an die 19 % Umsatzsteuer, die oben drauf kommen, wenn ihr die Preise vergleicht. Oft sieht man nur den Netto-Preis in Dollar und wundert sich dann über die Abbuchung auf dem Geschäftskonto.
Die versteckte Kostenfalle der All-in-One-Lösungen
Hier kommt meine unpopuläre Meinung, die ich nach vier Jahren Tool-Hopping gewonnen habe: All-in-One-Lösungen versprechen zwar, alles einfacher zu machen, erzeugen aber langfristig oft höhere Abhängigkeitskosten. Wenn du alles – E-Mails, Kurse, Landingpages – an einem Ort hast, bist du gefangen. Ein Wechsel wird zur logistischen Katastrophe (glaub mir, ich habe bei meiner letzten Landing Page Datenmigration fast geheult).
Spezialisierte Tools wie mylandingpage für Freebies kombiniert mit einer stabilen Lösung für die Auslieferung sind oft flexibler. Wenn ein Teil des Puzzles nicht mehr passt, tauschst du es aus, ohne das gesamte Business-Fundament einzureißen.
Für meine großen Workshops bleibe ich bei bewährten Systemen – schau dir dazu auch meinen Bericht über stabile Webinar Software an. Aber für den schnellen Lead Magneten zwischendurch? Da gewinnt die Geschwindigkeit.
Fazit: Welches Tool für wen?
Wenn du gerade erst startest und dich vor Technik gruselst, ist mylandingpage.ai ein Segen. Du baust die Seite schneller, als dein Hund braucht, um im Garten den perfekten Platz zum Buddeln zu finden. Die 25 % Provision für Weiterempfehlungen sind zudem ein nettes passives Einkommen, wenn man ohnehin in Netzwerken unterwegs ist.
Wer plant, direkt mit einem riesigen Online-Kongress durchzustarten, fährt mit ClickSummits besser, da hier die gesamte Event-Logistik bereits integriert ist. Es ist seit über 5 Jahren am Markt und einfach eine Bank, wenn es um hohe Besucherzahlen geht.
Am Ende des Tages zählt nur eins: Dass die Seite online ist und konvertiert. Jede Minute, die du mit dem Verschieben von Pixeln verbringst, ist eine Minute, in der du keinen Content für deine Teilnehmer erstellst. Wähle dein Tool also nach der Zeitersparnis, nicht nach den unendlichen Design-Optionen, die du am Ende ohnehin nicht nutzt.