
Unter 60 Sekunden — so lange hat die Anmeldung zu meinem letzten Mini-Kurs gedauert, laut einem Leser, der mir danach schrieb. Niko, der seinen eigenen Tool-Wechsel fein säuberlich in einer Notion-Datenbank dokumentiert, wollte eigentlich nur wissen, welche Landingpage-Tools sich für Leute lohnen, die Online-Kurse erstellen, ohne Designer zu sein. Diese eine Rückmeldung ist inzwischen mein Maßstab für jedes KI-Marketing-Tool und jede Solopreneur-Tech-Anschaffung: Wenn die Anmeldung länger dauert als das Aufsetzen eines Kaffees, stimmt an der Seite etwas nicht.
Bevor es weitergeht, kurz zur Transparenz: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links, unter anderem zu mylandingpage.ai. Kaufst du darüber, bekomme ich eine Provision, ohne dass für dich etwas teurer wird. Empfehlen tue ich nur Tools, die ich selbst bis zum Anschlag getestet habe, mit allen Macken, die dabei aufgefallen sind.
Muss ich Designerin sein, damit eine Landingpage konvertiert?
Die ehrliche Antwort: nein, auch wenn ich lange das Gegenteil geglaubt habe. Eine Landingpage muss vor allem eine Aufgabe erfüllen: den Besucher zu einer einzigen Handlung bringen, nicht zu zehn. Die meisten Page Builder sind aber von Designern für Designer gebaut, mit hundert Layoutoptionen, die bei uns Kurserstellern nur zu Entscheidungsstress führen.
Genau deshalb bin ich bei mylandingpage.ai hängen geblieben, obwohl mich der Begriff KI-gestützt anfangs eher abgeschreckt hat. Statt mich durch ein leeres Raster zu quälen, füttere ich das Tool mit meinen Kursinhalten, und heraus kommt ein Grundgerüst, das schon eine Struktur hat, die zum Kaufbutton führt, statt einfach nur hübsch auszusehen.
Responsive muss die Seite trotzdem sein, dazu gehört mehr als nur ein responsives Layout, das sich auf dem Papier gut liest. Wie gut sich verschiedene Tools mit einem Mitgliederbereich vertragen, hatte ich außerdem schon in meinem Beitrag zu Landingpage-Tools mit Mitgliederbereich-Anbindung verglichen.

Wie lange dauert es wirklich, bis eine Seite steht?
Bei meinem alten Setup waren das locker zwei bis drei Abende, weil jede Änderung eine neue Runde Testen auf dem Handy nach sich zog. Bei mylandingpage stand das Grundgerüst für einen neuen Mini-Kurs an einem einzigen Nachmittag, textlich und optisch — nicht perfekt, aber online.
Wie eine Landingpage-Struktur wirklich zum Kauf führt, wie stark die Ladezeit die Conversion beeinflusst und wie ich Klicks überhaupt sauber messe, sind eigene Baustellen, die ich in separaten Artikeln auseinandernehme.
mylandingpage.ai vs. ClickSummits: Landingpage-Tools im Vergleich für Online-Kurse
Viele der großen Plattformen ziehen schon über 100 Euro ab, bevor überhaupt der erste Euro reinkommt. Genau da unterscheidet sich ClickSummits von einem reinen Page Builder: Es ist eine komplette Kongress-Plattform mit eingebauten Landingpages, stark im DACH-Raum etabliert, aber für eine einzelne Verkaufsseite eines E-Books oft schlicht überdimensioniert.
Für Solopreneure, die nebenbei ein bisschen Empfehlungsprovision aufbauen wollen, ist die 25-Prozent-Lifetime-Provision bei mylandingpage außerdem fair kalkuliert, gerade im Vergleich zu Plattformen, die seit Jahren am Markt sind. Wie sich das konkret bei einzelnen Infoprodukten auswirkt, hab ich in meinem Artikel über mylandingpage für E-Books nochmal einzeln aufgedröselt.
Was bei mir nicht funktioniert hat, bevor ich gewechselt habe
Vor mylandingpage hatte ich eine Landingpage direkt über Mailchimp gebaut, ohne eigene Domain und ohne jeden A/B-Test. Die Seite lief unter einer generischen Adresse, sah auf jedem Gerät leicht anders aus, und ich hatte keine Ahnung, ob eine andere Überschrift mehr Anmeldungen gebracht hätte — ich hab schlicht nie zwei Varianten gegeneinander laufen lassen.
Als die Anbindung an meinen E-Mail-Anbieter dabei mal wieder zickte, hab ich Kai Böttcher gefragt, einen Webentwickler aus meinem Freelancer-Umfeld, der bei technischen Notfällen manchmal aushilft. Wie immer kam als Antwort erstmal eine Gegenfrage zurück, bevor überhaupt eine Lösung in Sicht war, inzwischen nehme ich das eher als sein Markenzeichen denn als Verzögerung.
Woran erkenne ich, ob eine Landingpage wirklich funktioniert?
Eine hohe Meinung von der eigenen Seite zu haben bringt nichts, wenn die Leute mitten im Formular aussteigen. Wichtiger ist, was Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Nachgang tatsächlich zurückmelden — Ladezeit, Klarheit der Überschrift, ob der Button überhaupt gefunden wird, genau wie bei Nikos Rückmeldung zur Anmeldedauer.
Bei Live-Formaten kommt eine zweite Messlatte dazu: Bricht die Verbindung während des Workshops zusammen, ist die schönste Landingpage wertlos. Das gilt genauso für Video-Content im Nachgang — wie ich Aufzeichnungen so ausliefere, dass der Player nicht ewig lädt, hab ich in meinem Beitrag zu Video-Hosting für Online-Kurse beschrieben.
Genauso spar ich mir hier bewusst ein paar andere Themen: die Anbindung von Zahlungsanbietern wie Digistore24, die Datenmigration beim Anbieterwechsel, E-Mail-Automatisierung nach der Anmeldung und die Frage, ob eine All-in-One-Lösung eine Handvoll Spezial-Tools überhaupt ersetzen kann.
Auch Datenschutz-Konformität, wie gut eine Seite bei Google gefunden wird, ob ein Countdown-Timer bei einem Kursangebot eher nervt oder verkauft, wie sich Order Bumps in einem Mini-Kurs schlagen und der Unterschied zwischen stabiler Live-Webinar-Software und einer Evergreen-Lösung würden diesen Artikel sprengen. Dazu kommt an anderer Stelle mehr.
Für wen sich ClickSummits trotzdem lohnt
Wer gerade erst anfängt oder von überladenen Buildern die Nase voll hat, findet in mylandingpage.ai nach wie vor die schnellere Lösung, ohne den Aufwand, den ich früher in Layout-Details versenkt habe.
Anders sieht es aus, wenn du eine größere, mehrtägige Kongress-Plattform brauchst: Dann ist ClickSummits nach wie vor die bessere Wahl. Das Tool ist eher wie ein komplett eingerichteter Marktstand mit mehreren Ständen, während mylandingpage das schnell aufgebaute Schaufenster für eine einzelne Aktion ist. Für Workshops, Mini-Kurse und Freebies reicht dieses eine Schaufenster meistens völlig aus, und ich klapp den Rechner inzwischen öfter zu, bevor es draußen dunkel wird.